Weltuntergang?

erde im klo

Am 21.12.2012 geht wieder einmal die Welt unter. Diesmal nach dem Maya-Kalender.
Das mit dem Weltuntergang sollte eigentlich seit letztem Jahr, genauer am 30.Mai 2011 bereits erledigt worden sein. Das erwies sich erstaunlicherweise als heiße Luft. Aber davor gab es auch jede Menge angekündigter Weltuntergänge, die dann nicht eintraten.

Aber das ist ja auch kein Wunder
Es ist ja immerhin ein Riesenprojekt, so ein Weltuntergang. Das geht nicht alles auf einmal. Selbst der liebe Gott brauchte eine Baugenehmigung um diese unsere Welt zu erschaffen. Die anschließenden sieben Tage für die eigentliche “Schöpfung”, waren dagegen ein Klacks. Und so muss man auch für den Untergang eine entsprechende Abbruchgenehmigung bei den zuständigen Behörden einholen. Bis diese dann erteilt ist, vergeht auch jede Menge Zeit.

Wenn dann die Projektleitung von so fähigen Firmen durchgeführt wird wie derer, die Berliner Flughäfen oder Kölner U-Bahnen bauen – na denn “Nacht Mattes…” Mit dem Kostenvoranschlag kommt man beim Standard Weltuntergang sowieso nicht hin.
Apropos Kosten. Da die Kosten für die Weltuntergänge in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen sind, werden unter dem Projektnamen NOSTRA DADAISMUS Teiluntergänge veranstaltet. Ein Teiluntergang soll ausgerechnet am 21.12.2012 stattfinden. Die Ausrichtung der Teiluntergänge wird übrigens in Losen vergeben.

Aufgrund leerer Kassen in den Städten und Kommunen werden auch ehrenamtliche Weltuntergangsvereine gegründet. Die Gemeinnützigkeit wird allerdings derzeit von den Oberfinanzdirektionen nicht beschienen. Sie ahnen es – die Verwaltung muss erst den Sinn der Gemeinnützigkeit anerkennen und das kann dauern.

Da der moderne Mensch mit unserer Welt in der vergangenen Zeit nicht gerade zimperlich umgegangen ist, stellt auch die Entsorgung, die bei einem Weltuntergang entsteht, ein unlösbares Problem dar. Die Kosten hierfür sind unkalkulierbar, da sich einige Weltkomponenten nicht recyclen lassen. Dazu kommt noch, dass die Suche nach einer Endlagerstätte zu einem politischen Tauziehen führen wird. Eine weitere Zeitverzögerung.

Wenn Sie sich also am kommenden Freitag an eines der sieben Weltwunder anketten wollen um gegen den bevorstehenden Weltuntergang zu demonstrieren sage ich nur, bleiben Sie zu Hause. Zum einen kann man nicht wissen welcher Teiluntergang von den Behörden freigegeben wird, zum anderen gibt es nicht mehr viele von den sieben Weltwunder. Da wäre das Gedränge groß.

PS
Der endgültige Termin für den ultimativen Weltuntergang ist übrigens der 12. Oktober 5671 um 0:07 Uhr, da an dieser Nacht die Betriebserlaubnis „Erde“ abläuft. Gott wurde bereits per Email informiert…

Ein Winterspaziergang

Na so was? Es hat geschneit. Überall liegt kristallines Wasser herum. Also raus an die frische Luft und die Kamera nicht vergessen.

Nach 500 m sieht man an einem Strauch gefrorene Ameisen, die im Gänsemarsch hintereinander ihre Beute nach Hause schleppen. Mit ein wenig Phantasie jedenfalls.

Mit noch mehr Phantasie, das muss man aber nicht kommentieren, sieht man was der linke Ameiserich da macht…

Jedenfalls lachen sich die Trolle im Baum einen Ast…

Und mit einem Höchstmaß an Phantasie kann man das Nasentropfenrecycling eines  Trollgesichts erkennen.

Verlassen wir das Reich der Phantasie und wenden uns der Realität zu. Der Sonnenstand verrät, dass es Zeit für den Heimweg ist. Es soll heute Nacht lausig kalt werden.

Apropos lausig kalt. Dort oben in luftiger Höhe wo sich der Cirrus fibratus aufhält, da ist es noch lausiger. 

Deswegen sieht man hier am Boden einen Wolpertinger vor der Kälte flüchten. „Isch schwör…“ eben war er noch da. 

It’s a long way… 

Nein – keine Pause – wir sind doch gleich zu Hause.